Ok, ich mag Ski fahren eigentlich nicht! Eigentlich.. ok, mittlerweile ein bisschen! Ok ein bisschen viel, ja ich gebe es zu, ich find’s toll!

Nachdem ich vor über 10 Jahren versucht habe, mir das Skifahren selbst beizubringen – dementsprechend war mein(e) Fahrstil(-losigkeit) – konnte ich es ein paar Jahre lang vermeiden, mich in den kalten, nassen Schnee zu begeben. Ausreden gab es da zu genüge, eine davon waren diese unglaublich unbequemen Skischuhe. Im Ernst, ich habe 12cm Highheels mit millimeterdünnen Riemchen, die angenehmer zu tragen sind! Also habe ich mich im Winter unter dem Nebel vergraben und darauf gewartet, dass diese blöde Jahreszeit möglichst bald vorüber ist.

Und dann kommt da so einer, in den man sich verliebt und der dummerweise nicht nur unglaublich gut, sondern halt auch noch unglaublich gerne Ski fährt. Also rappelt man sich auf und probiert es nochmals. Mein Fazit nach vier intensiven Ski Tagen: Mist, es macht wirklich doch noch Spass und ich muss das nun auch noch zugeben! Geht ja gar nicht! Aber bis ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin, hat es noch etwas gedauert.

Liebe Ski-Muffel, es gibt ein paar Grundregeln, die man beachten muss, wenn man sich auf den langen Brettern versucht, die man eigentlich sowas von gar nicht mag. Die helfen aber massiv dabei, die Motivation beim Wintersport hoch zu halten.

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„Regel No. 1“

Kauf dir ein neues Outfit! Eine gute Freundin hat immer gesagt, auch wenn es doof ist, immerhin siehst du gut aus…Gesagt, getan. Ich sehe immer noch nicht aus wie ein James Bond Schneehase, aber zumindest sieht es nicht langweilig aus. Was dabei v.a. nicht fehlen darf: Ein Helm. Sieht nicht hübsch aus, aber gibt dir A: Sicherheit und B: Warm – DANKE RAFI!

„Regel No. 2“

Jammere solange bei der Ski-Vermietung rum, bis du einen guten Schuh an die Füsse geschnallt bekommst! Probiere lieber ein paar Mietschuhe aus, bevor du was kaufst. Die Biester sind relativ teuer und sobald was schmerzhaft wird, ist es definitiv nicht mehr lustig auf der Piste.

„Regel No. 3“

Regel Nr. 3: Sonnenschutz auf Lippen und Gesicht auftragen. Ein Skibrillenabdruck ist nicht hübsch.

„Regel No. 4“

Dies ist die wichtigste Regel. Such dir einen supersexy und super geduldigen Ski Lehrer. Wenn es, wie bei mir, der eigene Partner ist, dann ist es perfekt.

„Regel No. 5“

Zuerst einmal ohne Stöcke versuchen, diese Dinger kommen dir am Anfang nur in die Quere. Später kann man sie dann wieder dazu nehmen, ohne Gefahr zu laufen, dass man bei der ersten schnelleren Kurve irgendwie die Stöcke zwischen die Beine bekommt und übel stürzt.

„Regel No. 6“

Niemals aufgeben und sich einfach mal wieder überwinden etwas Neues auszuprobieren. Runter kommt man immer irgendwie! Lasst euch nicht davon demotivieren, wenn alle anderen in einem Affentempo an euch vorbeisausen. Es ist völlig egal, wenn man sich selbst dabei wie ein Sonntagsfahrer fühlt, der auf der Bremse steht. Jeder hat einmal angefangen und da muss man einfach egoistisch genug sein, die freie Piste für sich zu beanspruchen und einfach mal GROSSE Kurven zu fahren.

 

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Was man dafür bekommt? Einen atemberaubend schönen Ausblick mit viel, viel Sonne (yeah, love it!), einen knackigen Popo vom vielen Trainieren und in meinem Fall einen Freund, der happy ist, wieder auf den Brettern die Hänge runtersausen zu können.

Und hier noch meine Pistenempfehlung für die Osterferien: Thyon 2000/4 Vallées! Tolle Pisten, die breit genug und top gepflegt sind für uns Anfänger, zudem ist der Skipass da nicht mal all zu teuer.

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