Vor 50 Fremden einen Vortrag zu halten und frei zu sprechen? Ein Klacks. Je mehr desto besser, her damit. Alleine in Asien herum zu reisen, ohne zu wissen wohin es als nächstes geht? Yeahiii cool, wo zum Kuckuck ist bloss mein Rucksack verstaut! Gleitschirmfliegen zum ersten Mal? Hui, ok das Herz böpperlt schon ein wenig schneller, aber die Vorfreude überwiegt. Gib mir einen Hügel, ich renne los!

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hui… das ist eine andere Geschichte, von der ich Euch sicher auch mal erzähle…

 

Aber einen Besuch beim Friseur und ich krieg das Nervenflattern. Alle meine liebsten Freundinnen und meine Mamma müssen zur Beratschlagung angefragt werden: WAS SOLL ICH MIT MEINEN HAAREN ANSTELLEN LASSEN??? LANG ODER KURZ? HEEELLLLPPP!

Ok bei mir ist es noch ein zusätzlicher Ausnahmefall, denn ich tendiere dazu, gerne mal mutig zu sein. Da meine Haare extrem schnell wachsen, ist das Risiko auch etwas geringer. Wenns nicht so passt: Es wächst ja schnell wieder nach:). Ausserdem vertraue ich meine Haare schon seit gut 7 Jahren nur einem an: Den Händen meines Lieblingsstylisten Michael la Delle. Freunde die mich oft bei meinem Nervenkitzel-Coiffeurbesuch begleiten, um auch selbst unter die Schere zu kommen, wissen wie es bei mir abläuft: Zuerst zick ich etwas rum „ich weiss nicht was machen, aber nicht zu kurz!! Oder?? Was meinst du? Ich will einfach anders aussehen“, dann gibt es 1-2 Glas Prosecco und ich bin weichgekocht genug um zu sagen: „Mach was du willst, das wird bestimmt super!“ Und dann werden sie oft auch mal sehr kurz.

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Chears!

 

Man muss dazu sagen, dieses Wagnis geht man nur ein, wenn man seinem Friseur vertraut und auch etwas Mut für Veränderungen hat. Ich bin nie Unglücklich aus dem Salon raus und vertraue ihm genug, um mich seinem Entscheid zu überlassen.

Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Berlin, ist er wieder in Zürich und sucht gerade nach dem für ihn passenden Salon um wieder hier zu arbeiten. Und ich durfte ihm beim Probearbeiten Modell stehen. Yeahiiiii… Wenn er einen passenden Salon für sich findet, muss ich endlich nicht mehr darauf warten, dass er für ein zwei Wochen her kommt und ich mich auf einen der wenigen Termine stürzen kann, die er dann zur Verfügung hat. Gestern war also mein Nervenkitzel-Tag:) Nach 20 Whats App mit meinen vertrauten Beraterinnen, hab ich mich auf den Weg nach Zürich gemacht und mich schon auf eine neue Kurzhaarfrisur eingestellt, auch wenn ich meine Haare im Moment eigentlich u-schön fand. Soll ich sie doch lang lassen?

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hm…

 

Bei Besuchen bei meinem Stylisten, komme ich immer gerne etwas zu früh. Dann schau ich zu, wie er seine anderen Kundinnen verändert. Je weiter er mit seinem Schnitt und seinem Styling kommt, umso mehr verändert sich die Körperhaltung der Kunden und Kundinnen. Von einer teilweise gelassenen und teilweise angespannten Körperhaltung verändert sich plötzlich die Ganze Haltung. Der Blick wird intensiver, die Augen werden verführerisch aufgeschlagen und der Mund fängt an zu lächeln. Kein Wunder, Haare die von ihm frisiert werden, sehen schwer nach Hollywood aus. Big Glamour! Neuere Kundinnen fragt er auch immer, was sie mit ihren Haaren so machen. Denn was bringt dir eine Fancy aber aufwändige Frisur, wenn man eigentlich am liebsten die Haare einfach nur trocknen lassen möchte. Ich frisiere meine Haare gerne und das weiss er auch, weshalb meine Schnitte auch ab und an mal mehr Aufmerksamkeit verlangen.

Gestern war das erste Mal überhaupt, seit ich bei ihm bin, dass ER nach einem kurzen Blick auf meinen Kopf, die Haare nicht komplett verändern wollte. Und das obwohl ich gar nichts gesagt habe!!! Da der neue Salonbesitzer sehen wollte, was Michael kann, galt es an einigen Köpfen sein Können zu zeigen. Ich war somit ja eigentlich das Modell Kurzhaarfrisur bei Frauen. Aber da zeigt sich einfach einmal mehr der Profi in ihm: Wenns nicht passt, erzwingen wir nichts. Aktuell sind längere Haare bei mir ideal und es wäre schade gewesen sie abzuschneiden. Also holt er den Salonbesitzer her und erklärt ihm, dass er gerne mit einem anderen Modell-Kopf herkommen würde, aber mir schneide er heute die Haare nicht kurz, sondern in einem trendigen Lob. Nein nicht Loooob. Lob! Das ist ein langer Bob bei dem die längste Partie bis aufs Schlüsselbein reicht. Ein Lob eben:) Tolles Wort. Der Salonbesitzer nickte nur und fand es gut. Schliesslich soll ja auch ich als Kundin glücklich aus dem Salon gehen.

Damit ihr jetzt nicht endtäuscht seid, nehme ich Euch auf eine kurze Fotoreise meiner Haargeschichte mit und zeige Euch, was er so alles mit mir angestellt hat:)

 

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Das war mein erster mutiger Schnitt, von sehr lang zu – huch Kinnkurz.

 

Einmal mit abgeschregten und einmal mit geraden Fransen:)

Ok das links hab ich selbst verbockt.. das wollte ich unbedingt so haben. Beim nächsten Mal hab ich dann wieder auf Ihn gehört.

 

Das war echt cool. Auch wenn mein Freund an dem Abend an mir vorbeigelaufen ist, weil er mich zu erst nicht erkannt hat…

Und so sah ich gestern noch aus. Vorher…Währendem…

Damn! Auch ich sass mit zu einem Lächeln verzogenen Lippen da und fühlte mich wie eine Diva aus den 50er Jahren. Er benutzt übrigens v.a. Produkte von Sasoon, welche einfach wie Wellness für die Haare sind.

I am happy:)

Unten findet ihr die Adresse seines Salons, falls ihr einen wirklich guten Haarschnitt brauch. Aber wehe, ihr nehmt mir meinen Termin bei ihm weg!

Immer Donnerstags, Freitags und Samstags:

Mc Connell Hairdessing
Grüngasse 19
8004 Zürich

043 455 59 59

Grüsst ihn doch lieb von mir, wenn ihr da seid:)

xoxo