Hey Cara

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen!

Deshalb erzähle ich dir heute von Sabine, unserer Hochzeitsfotografin. Auf der Suche nach der perfekten, bildtechnischen Erinnerungskreateurin haben wir einige Stunden mit hin- und herfahren verbracht.

Was wir wollten 

  • Jemanden finden, der uns ins richtige Licht rückt und dabei darauf achtet, dass wir nicht wie Marionetten positioniert werden, sondern die Fotos nach uns aussehen und unsere Stimmung einfangen. Das Ganze sollte einen anständigen Preis haben!
  • Die Fotografin sollte schon beim Anziehen und bis zum Start des Rumgetanzes, am späten Abend nach der Torte, mit dabei sein
  • Ein grosses Album mit vielen Seiten für uns
  • Zwei kleine Alben für die Eltern
  • Eine Fotobox für lustige Fotos
  • Ein Vorab-Testshooting, um uns wirklich sicher zu sein, dass es passt

Wir waren in Zürich – mehrfach – in Aarau und anderen Orten und haben ganz viele Offertanfragen gemacht. Die Treffen liefen in den meisten Fällen in etwa so ab: „Hallo! Schön seid ihr da! Ja das habt ihr richtig gesehen, die Offerte ist ohne Album. Das kostet extra. Ah, wir sollen schon am Morgen dabei sein? Ja, das kostet dann noch ein paar Stunden mehr. Hier habt ihr schon mal ein paar Alben zum reinschauen.“

Unsere Reaktion auf die Alben war je nach Fotograf wie folgt:

  • Wow… Sehr schöne Bilder. Und sehr schöne Location. Ah was, ihr wurdet mit einem Helikopter auf den Berg geflogen? Wow… *hallobudget* Tolle Fotomodelle, die sehen aus wie aus dem Katalog… *halllllooookomplexe*
  • Eh ja… ja sehr hübsch!
    • Gedankenaustausch mit meinem Schatz: Ja er ist günstig aber echt… Sweetheart das können sogar wir  besser… und schöner… und das Album sähe professioneller aus.
  • Hm sieht schon noch schön aus… Aber die Posen sind Standard und etwas gestellt. Wir hätten gerne eigentlich was Natürlicheres? Was weniger Gestelltes?

In den Gesprächen mit den Fotografen kam ab und an schon mal das Gefühl auf, dass sie der Mittelpunkt der ganzen Geschichte seien.

Da ich in der Nähe von Basel arbeite und wir es leid waren, ständig lange Strecken für ein zeitkonsumierendes Gespräch zu fahren, habe ich angefangen hier in der Umgebung zu suchen. Dabei bin ich auf Sabine Ronge aus Müllheim gestossen. Und ja, die Preise sind nach der Grenze auch definitiv besser. Wer eine Hochzeit ausrichtet, weiss, dass alles plötzlich unaussprechliche Dimensionen bekommt, was den Preis anbelangt, sobald es um eine Hochzeit geht. Der Preis war zwar nicht das primäre Entscheidungskriterium, aber es ist sicher nicht ausser Acht zu lassen.

Entscheidungen für alle Leistungen für unsere Hochzeit basieren bei uns auf zwei Elementen:

Liegt es im Budget und haben wir beide ein gutes Bauchgefühl?

Bei Sabine haben wir uns von Anfang an wohl gefühlt. Ihre natürliche und unkomplizierte Art entsprach uns genau so sehr, wie ihre Alben. Und von denen hatte sie einige mehr als „nur“ die Bilder auf der Webseite.  Letztere werden bei ihr – im Gegensatz zu anderen – regelmässig aktualisiert und mit Neuen ergänzt. Gerade das hat mich sehr angesprochen. Ich glaube durchaus, dass auch die anderen Fotografen sehr ausgebucht sind, nur warum sehe ich immer dieselben perfekten Bilder? Sind die anderen nicht gut genug, nicht fotogen genug gewesen? Und ja: Ich bin eine paranoide Skeptikerin, wenn  es um Hochzeitsthemen geht.

Was uns auch zur Entscheidung für Sabine geführt hat, war ihre Art wie sie von ihrem Job und von den Hochzeiten, die sie begleitet, erzählt. Ihre Augen fangen an zu strahlen und sie bekommt einen leicht verklärten Ausdruck – meine Lieblingsanzeichen für berufliche Leidenschaft – und sie erzählt weniger von sich als mehr von den Paaren, die sie vor der Linse hat. Das passt auch sehr zu ihrer Grundaussage: Mein Ziel ist es, dass ihr mich gar nicht wahr nehmt, sondern eigentlich vergesst. Der Fakt, dass sie ursprünglich mal Eventfotografin war, spielt ihr da wohl in die Hände. Oder kannst du dich noch an die Fotografen erinnern von vergangenen Events?

Ihre Fotos sehen so aus, als ob sie sich als Paparazza einem verliebten Pärchen genähert. Sie lässt dich auch einfach losziehen und gibt dir nur selten Anweisungen wie du hin zustehen oder wohin du zu kucken hast.

„Ok, ich weiss aber gar nicht, was ich vor der Kamera machen soll?!?! Bin ja kein Model! Ich glaube da brauchen wir schon Hilfe!“

Ich glaube diese Aussage hat sie schon öfters gehört, denn sie lächelt einfach und nimmt dir dann die Angst.

Als wir sie um ein Vorab-Entscheidungsshooting baten, reagierte sie – im Gegensatz zu anderen – nicht beleidigt nach dem Motto „glaubt ihr ich könne das nicht?!?“ sondern fand es sogar eine sehr gute Idee. Auch um sich gegenseitig kennenzulernen und zu sehen, ob es wirklich passt. Ganz ehrlich, auch für den Fotografen muss es stimmen und er/sie hat mehr als Recht, wenn mal ein Auftrag abgelehnt wird, weil es einfach nicht passt. Stell dir vor man gerät an eines dieser total von sich überzeugten Pärchen, die den Fotografen als reinen Angestellten sehen, der gefälligst zu spulen hat und dich 10 Pfund leichter mit zwei Körpchengrössen grösser aussehen lassen soll. Und dabei soll er dir wie ein Hündchen hinterherrennen, mit Schirm, Make-up Tasche und Feuchttüchlein wie dein persönlicher Buttler und alles machen, was du sagst. Ich sag ja von mir, ich sei manchmal eine Bridezilla, aber sowas würde ich mir nie erlauben.

Und dann war der Tag des Testshootings endlich da. Da ich berufstätig bin, war es äusserst angenehm, dass wir alle Termine per Mail koordinieren konnten. Auch die Location schaut sie sich mit uns per Skype Zuschaltung an, damit wir sie nicht extra dafür anreisen lassen müssen. Einige schauen sich die Location gar nicht an übrigens… die sind so von sich überzeugt, dass sie die richtigen Orte auch einfach spontan vor Ort sehen…

Als Bloggerin gibt es viele Fotos von mir. Allerdings alle im Selfiemodus gemacht. Da wird der Fotoapparat oder das Iphone im richtigen Winkel hingehalten und ich mache etwa 50 Fotos, bis mir eines passt. Ich überarbeite meine Fotos kaum, denn dafür fehlt mir die Zeit. Nur manchmal lege ich einen warmen Filter darüber, wenn ich gerade Lust habe mal wieder ein neues App zu testen. Vor der Kamera zu stehen, durch dessen Linse ich mich beim Foto nicht sehen kann, macht mich etwas nervös. Um nicht zu sagen, ich mag es gar nicht! Entsprechend nervös war ich vor dem Shooting.

Wir sind mit Sabine auf ein frisch gemähtes Kornfeld in ihrer Nähe gefahren, welches gesäumt war von Pflaumenbäumen voller Früchte. *yeahfruchtzuckerfürmeinenerven*

Nach anfänglichem, leicht überdrehtem Gekicher wurde auch ich entspannter. Mein Schatz hingegen – der gemeinerweise immer super auf Fotos kommt – war die Ruhe selbst. Und dann passierte für mich etwas schon fast Magisches. In all der Zeit in der wir mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt waren, blieb kaum noch Zeit für uns zwei. Bis auf diese Stunde mit Sabine… Da waren wir eigentlich nicht alleine, es kam uns aber so vor. Wir konnten einfach wieder mal Hand in Hand rumschlendern.

Rumblödeln und über die Erzählungen des anderen oder die Situation lachen. Hier, ich zeig dir was ich meine:

Also der Antrag kam von ihm… aber hei, den Kniefall bringe ich auch hin. Ok fast so schön wie seiner.

Sabine hat uns wesentlich mehr Fotos geliefert als versprochen und dabei auch noch ein wenig mit Schwarz-Weiss vs. Farbig gearbeitet. Ich finde beide sehr schön:)

Wie gut es doch tat einfach etwas zu sein, sieht man glaub ich meinem Gesicht an. Ich habe keine Ahnung wie Sabine die Gefühle in unserem Inneren so nach aussen gekehrt einfangen konnte.

An alle Bräute: Auch wenn ich es als Sonnenkind nicht glauben wollte, aber Fotos kurz vor einem Gewitter sind echt der Hammer! Love it. Und Sabine war ganz entzückt von unserem Wetter“glück“. Jetzt weiss ich auch wieso… Ich liebe die Tiefen, die Kontraste und die schöne, leicht mystische Stimmung, die sich so auf den Bildern ergibt!

Die Fotos bekamen wir nach nicht mal einer Woche von Sabine alle per Downloadlink per Mail. Dabei beschränkt sie sich auch nicht auf die angegebene Anzahl Bilder, sondern sucht sich einfach die schönsten raus. Auch wenn wir dann dreimal so viele Fotos bekommen haben als eigentlich ausgemacht…

Alles in Allem bleibt mir nach so viel Text nur noch das zu sagen: Wir haben in Sabine Ronge die perfekte Begleitung für unseren Grossen Tag gefunden. Und die Fotos unseres Paarshootings verwenden wir zwar nicht für die Einladung, dafür aber für uns ganz alleine. Schöne Erinnerungen…

Sabine Ronge

Wilhelmstr. 2a

79379 Müllheim 

kontakt@hochzeitsfotografie-ronge.de

www.hochzeitsfotografie-ronge.de