…Ein Reisebericht über La Digue Seychellen

Hey Darling

Beim Gedanken an unsere Flitterwochen bin gleich wieder total tiefentspannt, geradezu gechillt. Diesen Urlaub haben wir uns hart verdient und dabei jede Sekunde in vollen Zügen genossen. Unser erster Stopp von 3.5 Wochen – wohooo I know!! – Urlaub, war in La Digue, einer 3x5Km Insel die zu den Seychellen gehört. Wir haben unsere gesamte Reise selbst gebucht, um so ein für uns perfektes Ferienpaket zu schnüren. Wir waren bis anhin noch nie in einem Reisebüro und haben nach zwei Versuchen etwas entnervt, Reissaus genommen und auch für diese Reise alles  nach unserem Geschmack zusammengestellt.

Ziel: Mit Vollgas in die Entschleunigung nach der Hektik der Hochzeitsorganisation!

Wir  haben uns zum Start für diese süsse kleine Insel im indischen Ozean entschieden. Wichtig war uns dabei, im Urlaub einen guten Mix aus einfachen Behausungen als Selbstversorger und ein klein wenig Luxus in gezielt ausgewählten Hotels zu haben. Auf La Digue sollte es zum starten eine eher einfaches Zimmer sein und nicht eines der zwei zwar schönen, aber sehr teuren Hotels auf der Insel. Hotels gibt es da tatsächlich nur zwei und diese dafür zu sehr saftigen Preisen.

Nach einigen Recherchen, haben wir uns für das Guesthouse Paosdise entschieden. Nein das ist kein Tippfehler… das heisst wirklich so. Was hier eigentlich als einfache Behausung angedacht war, stellte sich als kleine, halbprivate Villa mit einem geschäftstüchtigen und miteiligungsfreudigen/redseligen Besitzer heraus. Wie viele der Gästehäuser, liegt auch Paodise nicht direkt am Strand, dafür besticht es mit ein paar Besonderheiten, die aus Gasthaus eine echte kleine Perle macht.

Kleiner Vorgeschmack?

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Das war der Ausblick von unserer Terrasse

 

Wir haben uns jeden Abend auf die Veranda gesetzt mit der atemberaubenden Aussicht auf den Wald von La Digue. Irgendwie sieht es aus wie ein Regenwald nicht?

Aber fangen wir von vorne an. Der Flug führte uns über Dubai auf Mahe, die Hauptinsel der Seychellen. Ein kleines Klapperflugzeug brachte uns anschliessend nach Praslin.

 

Mit der Fähre kommt man für 14€ pro Person pro Weg von Praslin nach La Digue. Da angekommen mussten wir uns zuerst orientieren, da wir keinen Schimmer hatten, wo das Gasthaus ist, ausser dass es nicht allzu weit vom Jetty – dem Anlegehafen – entfernt ist. Glücklicherweise tauchte unser Gastgeber aber wie aus dem Nichts auf und hat uns gleich in Empfang genommen. Wie wir später bemerken würden, ist er immer irgendwie genau dann da wo du gerade bist und was suchst. Die Insel ist klein und die eine Hauptstrasse ist Dreh und Angelpunkt für alle Besorgungen und die tausend kleinen Geschäftchen die er sonst so den ganzen Tag über jongliert.

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Fähre von Praslin nach La Digue

 

 

Nach einem kleinen Fussmarsch, vorbei an unzähligen Gasthäusern kommen wir zu einem kleinen Schild mit der Aufschrift des Gästehauses. Der erste Anblick der Einfahrt täuscht gewaltig. Gemäss Aussage von Jacob bauen die Nachbaren gerade und haben deshalb allen botanischen Abfall auf dem Feld neben der Einfahrt aufgetürmt. Ob das stimmt, keine Ahnung. Wir haben es aber ab dem Moment vergessen, an dem wir durch das eiserne Tor gekommen sind. Ein süsses Zweizimmer-Häuschen mit einer sehr sauberen gemeinsamen Küche, einer herrlichen Veranda und zwei gemütliche Zimmer mit eigenem Bad. Was für ein unerwarteter kleiner Luxusstart in einer halbprivaten Villa was eigentlich als Basic Start gedacht war! Wir sind auf unseren Reisen schon viel begegnet und haben schon fast mit einem durchgelegenen Bett mit Sprungfedermatratzen, einem mehr funktionalen als anschaulichen Bad und wenig bis keine kleinen Extras gerechnet. Weit gefehlt! Da der Geschäftspartner von Jacob Orthopäde ist, sind die Betten mit luxuriösen Memoryfoam Matratzen und Memoryfoam Kissen ausgestattet. Zumindest eines der Kissen war so eines und das habe ich mir geschnappt😉. Sorry Sweetheart… Anstatt hier absolut sich selbst überlassen zu werden bietet das Paodise Guesthouse auch den Service jeden Morgen ein üppiges Frühstück zu bereiten, kreolische Abendessen – selbst gekocht – zu kredenzen oder wie ein Fullservice Concierge Ausflüge zu organisieren oder zu empfehlen und die kleinen Tipps und Tricks der Insel zu verraten. Die sympathische Dame des Hauses kommt jeden Morgen vorbei, putzt die Küche und die Zimmer und sorgt bei Bedarf für frische Hand- oder Strandtücher. Ich weiss gerade nicht, welchen Unterschied es zu einem Hotel noch geben soll. Klar, Frühstück und Abendessen kosten Extra, aber das ist auch im Hotel oft der Fall.

Leider habe ich es in einem Anflug an *ichbindannmaloffline* verpasst das Gasthaus richtig ab zu fotografieren, daher gibt es  hier – mit Erlaubnis des Besitzers –  die Fotos von Booking. Wir haben zwar keine Honeymoondeko bekommen – why Jacob why!? – aber ich kann bestätigen, dass die Bilder der Realität entsprechen!

Bezahlt haben wir 110€ pro Nacht, was absolut angebracht war!

Das Frühstück, bestehend aus frischgemachten Omelettes, süssen Backwaren, Brot und Aufstrich und frischen Früchten kostet 10€ pro Person. Dazu gibt es auf Wunsch noch Zitronengrastee aus eigenem Anbau.

Wir haben auch einmal im Gästehaus gegessen, da die kulinarischen Angebote auf der Insel etwas dürftig und nicht gerade günstig sind. Hier hingegen haben wir ein sehr gutes Menu bekommen mit hausgemachter Linsensuppe und einem Barracuda Fischgericht mit Jasminreis. Alles von Jacob selbst gemacht und auf der Veranda des Gästehauses serviert. Übrigens eines der besten Essen die wir auf der Insel hatten…

Das kreolische Abendessen hat uns ca. 30€/Person gekostet und war dabei jeden Cent wert!

Wer mag, kann in Paodise übrigens auch die Waschmaschine verwenden um die Kleidung der Woche für das nächste Reiseziel wieder sauber einpacken zu können.

Morgen nehme ich dich mit auf eine kleine Rundreise durch die Strände von La Digue. Diese sind oft Schauplatz von Werbefotos, Werbefilmen und jeder Menge Südseeträume. Da musst du mit mir zumindest auf den Bildern kurz mitkommen! Es lohnt sich auf jeden Fall😉

Kleiner Vorgeschmack gefälligst an diesem grauen Tag??

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Hach… Ich schnapp mir jetzt mal mein Glas Zitronengrastee – mache ich hier jetzt nämlich auch und träume etwas von der Insel – und erzähle dir morgen von den traumhaften Stränden und wie du auf den Seychellen auch ohne grosses Portmonee weiterkommst. Denn lass dir eines gesagt sein, die Preise hier sind teilweise auf Schweizer Level! Aber keine Angst, wir haben dank Jacob schon einige Tricks für dich gefunden😉

 

Xoxo