Ach Cara ich war im Paradies!

Gestern habe ich dir vom Gasthaus Paodise und seinem Besitzer Jacob erzählt. Ebenselbiger war auch unser Trippadivsor/Reiseleiter/Insel-Experte und Berater in Sachen wie kann ich die Insel geniessen ohne unsinnig Geld auszugeben und dabei trotzdem die schönsten Plätze sieht. Er hat uns allmorgendlich mit neuen Tipps und Ideen für Strandausflüge versorgt und wir konnten entspannt jeden Tag los in ein neues Abenteuer radeln. Jup radeln… Brauchst gar nicht so zu staunen! Wenn du glaubst, auf La Digue ist es wie im Film, wo du nur aus dem Haus auf den Strand raus stolperst, dann hast du die falsche Insel erwischt. La Digue ist eine Fahrradinsel. Und jeden Strand muss man sich zuerst verdienen. Aber es lohnt sich und du tust gleichzeitig was für deine Figur! Ja ich weiss, das ist eine billige Entschuldigung aber mit der Zeit wirst du die kleinen Ausflüge mit dem Fahrrad geniessen. Dir die Palmen, die wilden Orchideen und die exotischen Tiere, die dir auf deinem Weg begegnen lieben lernen. Auf unserer ersten Tour sind wir an einer Riesenschildkröte vorbeigekommen, die sich im Schatten eines Strauches ausruhte. Einfach so.

 

Schon dieses Highlight entschädigt mich für schmerzende Sitzhöcker… Die Fahrräder kann man übrigens überall mieten. Wir haben sie direkt vom Gasthaus gemietet. Diese Fahrräder sind zwar einiges neuer als diejenigen, welche man direkt am Hafen mieten kann, aber ich wünschte mir trotzdem ab und an ein Mountainbikes her. Der Drahtesel hat nämlich nur sechs Gänge und ist dazu auch noch sau schwer. Ich habe trotzdem tapfer gelächelt…

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Sun, Bike, no Make-up and Flipflops …

Etwas weniger gelächelt hab ich dann beim Anblick dieser „netten“ Zeitgenossen die man überall an den Strommasten sieht…

 

Jeder schwarze Punkt ist übrigens eines dieser Viecher… Und jeder einzelne ist ca. 10cm gross. KEIN SCHERZ!

Hast du jetzt gleich deinen Kaffee verschüttet? Entschuldigung ich zeig dir gleich wieder was herziges sorry. Wie wäre es damit? Dieser grüne Hüpfer hat in einer filmreifen Flucht vor irgendwas einen Kamikatz-Sprung auf das Fahrradrad meines Liebsten genommen. Ich bin fast vom Fahrrad gefallen vor lachen…

 

 

Den kleinen Kerl haben wir auf dem Weg zu einem der wunderbaren Strände angetroffen. Durch einen dichten Wald kommt man zum ersten Strand «Grand Anse» genannt. Schon alleine der Wald ist ein Highlight und sieht ein ganz klein wenig so aus als wäre man im Europapark im Dinosaurierland gelandet.

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Der Strand der dann folgt ist Grand Anse… Aber halte dich nicht zu sehr mit dem ersten «Hach wie schöööönnn!» Entzückendsschrei auf, sondern geh doch einfach noch etwas weiter falls du mal da bist. Denn hinter Grand Anse versteckt sich noch ein ellenlanger Strand genannt – du ahnst es – «Petit Anse».

 

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Beide Strände bestechen durch ihre wilde und wundervolle Schönheit. Da wir Mitte September hierhergekommen sind, ist wild der richtige Ausdruck. Die Gezeiten sind zu der Zeit noch ganz schön heftig und bei Flut sind die Wellen auch dementsprechend hoch! Das nimmt dem ganzen Spass jedoch nichts! Sei wieder einmal Kind und spring in die Wellen oder durch die Wellen hindurch. Es ist herrlich! Und wenn es dir zu viel wird, leg dich auf den pudrigen Sand in die Sonne, unter ein Schattenplätzchen unter Palmenwedel oder bei den Fantasiefilmartigen Steingebilden.

Alles was man braucht, für einen perfekten Tag…

Es lohnt sich übrigens ein paar Liter Sonnenmilch mitzunehmen, den hier herrscht das ganze Jahr über durchschnittlich 30 Grad😊! Und da auf den Seychellen so ziemlich alles importiert wird, kostet die Sonnenmilch hier ein halbes Vermögen.

Was sich ebenfalls lohnt ist ein Rucksack von zu Hause aus mitzunehmen. Nach mehreren Runden schleppen und improvisierten Strandtuch-Tragepäckchen haben wir uns für ca. 30€ den einzigen Rucksack auf der Insel gekauft, der nicht mit rosa Glitzer-Sailor-Moon Figürchen, Spiderman oder Cars bedruckt war. Das Ding ist nicht wirklich 30€ wert, aber es ist viel wert wenn du nicht ständig alles irgendwie auf den Armen balancieren musst.

Den zweiten Strandtipp erreicht man über zwei Möglichkeiten: Erstens man bezahlt 10€ Eintritt für einen Park mit Vanilleplantagen, Landschildkröten und exotischen Pflanzengärten oder man nimmt bei Ebbe den Wasserweg… Dabei wirst du zwar etwas nass, aber da das Wasser so warm ist wie in meiner heimischen Badewanne, ist es eine echte Wohltat da durch zu waten. Jetzt musst du allerdings etwas Durchhaltevermögen beweisen! Denn es dauert gut 20 Minuten, bis du über Strand- und Wasserwege zu folgendem Highlight kommst: Anse Source d’Argent

 

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Nachdem du ein wenig auf der Schaukel am Ende des Strandes warst und dir langsam die drei Nasen die sich auch auf den Strand verirrt haben zu viel werden, tust du folgendes: Du nimmst dir deinen wasserdichten Seesack, den du in weiser Voraussicht mitgenommen hast – oder du balancierst wie wir alles irgendwie zusammengeknüllt über deinem Kopf – und watest um die Steine rum.

 

Es braucht ein paar Minuten, aber wenn du entweder schwimmst oder immer schön auf den Steinen gehst, landest du hier: Anse Marron

 

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Mir blieb die Luft weg… Ein einsamer Strand wie er selbst im Film Cast-Away nicht zu finden war… und wir waren da ganz alleine. GANZ ALLEINE!!

Bei dem Rückweg könntest du übrigens durch den Park, da kein Mensch die kontrolliert die raus gehen. Aber das hast du nicht von mir und ich bin sellllbstverständlich auch nie da durch. Falls doch würdest du sowas sehen:

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… und dann evtl. aus lauter schlechtem Gewissen völlig überteuerte Vanilleextrakte kaufen. Selbst in der Schweiz sind die günstiger…

Was man übrigens auch sieht sind Riesenschildkröten, die sich ein einem relativ kleinen Gehege, im Schlamm wälzen… und tschüss, da geht mein schlechtes Gewissen auch schon etwas weniger arg.

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Grundsätzlich gilt: Die Strände auf La Digue sind alle frei öffentlich zugänglich. Solange du also am Strand entlang hin gehst und auch am Strand entlang zurück, betrittst du den Park nicht! Dann kannst du dir die 10€ pro Person auch sparen.

So und der letzte Strand den ich dir empfehlen kann, ist gleichzeitig auch der am anstrengendste zu erreichende.

Geh zu Grand Anse, weiter zu Petit Anse und da gehst du den kleinen Fussweg hinter dem Strand entlang, über die Steine und den kleinen Berg (dauert ca. 30Minuten).

 

 

Irgendwann kommst du zu Anse Coco, einem dem herrlichen Strand mit etwas zu starker – nicht ganz ungefährlichen – Strömung.

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Geh da vorbei, durch die Steine und du findest den schönsten, privatesten Naturpool den du dir vorstellen kannst: Point Anse Coco

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Geniesse die Einsamkeit und das maximal Hüfthohe ruhige Wasser, während draussen die Wellen tosend gegen die Felsen schlagen. Was für ein Naturschauspiel…

Hier noch ein paar „schmachtschmacht wie schön“ Fotos:

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Diesen kleinem Kerl haben wir in einem Anfall von „hach wie schön doch die kleinen Dinge im Leben sind“ auf seinem Weg quer über den Strand beobachtet.

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Was sich sonst noch zu wissen lohnt:

Nimm Strandschuhe mit! Am besten – wenn auch am unsexisten – finden wir die Neoprenschuhe. Die sind bequem, können auch im Wasser getragen werden, ohne dass dir der Sand die Füsse aufscheuert und du kannst damit über die Berge, Steine und Palmenwedel hinweglaufen.

An den Stränden gibt es kaum Imbisbuden – was ich persönlich absolut umwerfend finde, da mir die Dinger auf den Keks gehen, ausserdem sind sie auf der Insel wirklich sehr sehr teuer. Da du aber wie oben beschrieben, einiges auf dich nimmst um zum Strand zu gelangen, lohnt es sich, das Mittagessen selbst mitzunehmen. Wir haben oft einfach eine Ananas gekauft oder  ein paar Kekse, Brot und Käse mitgenommen. Das reicht bei den Temperaturen bis zum Abendessen und du kannst bis zur Flut am Nachmittag gemütlich am Strand liegen.

Kauf genügend Wasser! Es ist sau Heiss und dein Körper braucht das. Wir haben zwei Wasserflaschen gekauft und dann immer nur die grossen Kanister zum Auffüllen. Die können im Kühlschrank lagern und man muss nicht ständig nachkaufen  und jede Menge Plastikabfall loswerden.

Geniesse es mal offline zu sein! Da eine Internetleitung eine teure Angelegenheit ist, gibt es die nur selten in den Guesthouses. Ganz verzichten musst du aber nicht: Am Hafen – aka Jetty – hast du Gratis WLAN. Allerdings immer nur für 15 Minuten, dann musst du dich neu einloggen. Und das Netz ist nicht allzu potent. Beim Fischrestaurant am Strand (gleich links vom Jetty) hat es auch Free WLAN, das man auch noch einige Meter neben dem Restaurant empfängt. Geh mal im Restaurant was trinken oder essen und du hast auch das Passwort. Das hast du aber auch nicht von mir gell…

Nimm einen E-Reader mit! Nach 18:00Uhr ist hier alles stockdunkel und es gibt kaum etwas zu tun. Setz dich hin und lies ein Buch!

Erkunde die Insel ohne Guide! Bis auf den Schnorchelausflug (siehe unten) haben wir alles alleine gemacht. Man kommt gut voran und auch Anse Coco findet man gut ohne Guide. Wage es, einfach mal loszulaufen und fühl dich wie ein kleiner Inseleroberer.

Mach einen Schnorchelausflug! Die Ausflüge sind zwar relativ teuer (ca. 60€ für zwei Personen) bieten aber Strände die man sonst kaum sehen würde und oft auch ein Strandbuffet. (Eigene Flossen und Masken mitnehmen nicht vergessen… es lohnt sich)

 

 

So, ich hoffe ich habe keinen Strand vergessen und kein Bild einem falschen Strand zugeordnet und quäle ich jetzt nicht dich weiter mit wunderbaren Strandgedanken, sondern überlasse dich dem etwas unterkühlten Abend. Hei immerhin hat die Skisaison schon begonnen, lächle!! Ok entschuldige… nicht gleich sauer auf mich sein bitte…

xoxo und bis bald